Was ändert sich beim Homeoffice im Jahr 2027?

bench-accounting-C3V88BOoRoM-unsplash

Durch das Inkrafttreten des Budgetbegleitgesetzes 2027-2028 kommt es auch hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Homeoffice ab dem 1.1.2027 zu wesentlichen Änderungen. Diese betreffen insbesondere nachfolgende Bereiche:

Wegfall der Telearbeitspauschale

Die Telearbeitspauschale, die es einer Arbeitgeberin bzw. einem Arbeitgeber ermöglicht, für Telearbeitstage bis zu € 3,00 pro Tag (maximal € 300,00 pro Jahr) abgabenfrei an eine Arbeitnehmerin bzw. einen Arbeitnehmer auszuzahlen, entfällt ab dem 1.1.2027. Damit kann die Telearbeitspauschale künftig weder steuerfrei über die Lohnverrechnung ausbezahlt noch als Werbungskosten im Rahmen der Veranlagung geltend gemacht werden. Gleichzeitig entfallen auch die entsprechenden Befreiungen im Bereich der Sozialversicherung und der Lohnnebenkosten. Auch für Selbstständige entfällt ab dem 1.1.2027 die Möglichkeit der Berücksichtigung der kleinen und der großen Arbeitsplatzpauschale.

Entfall der Aufzeichnungspflicht für Telearbeitstage

Bis Ende des Jahres 2026 sind Arbeitgeber verpflichtet, die Anzahl der Telearbeitstage am Lohnkonto und auf dem steuerlichen Jahreslohnzettel (L16) zu erfassen. Ebenso ist die steuerfrei ausbezahlte Telearbeitspauschale am Lohnkonto zu erfassen. Infolge des Wegfalls der abgabenfreien Telearbeitspauschale entfällt ab 2027 auch die Verpflichtung zur Erfassung der Telearbeitstage am Lohnkonto sowie auf dem Jahreslohnzettel.

Was bleibt

Aufwendungen für privat angeschafftes, ergonomisch geeignetes Mobiliar (wie Schreibtische oder Drehstühle) können weiterhin bis zu € 300,00 pro Kalenderjahr als Werbungskosten im Rahmen der Veranlagung geltend gemacht werden. Auch das klassische Arbeitszimmer im Wohnungsverband bleibt unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin steuerlich abzugsfähig.

Stand: 27. Oktober 2026

Bild: Bench Accounting - https://unsplash.com

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?

Dann kontaktieren Sie uns gerne.

Weitere News

riccardo-pierri-bDsrGJFZsec-unsplash
Doppelter Sachbezug bei Firmenfahrzeugen mit Wechselkennzeichen?

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hatte sich jüngst mit der Frage zu befassen, wie der Sachbezug für die Privatnutzung von Firmenfahrzeugen zu ermitteln ist, wenn einem Gesellschafter-Geschäftsführer zwei Firmenfahrzeuge mit Wechselkennzeichen auch für private Fahrten zur Verfügung stehen. Strittig war dabei insbesondere, ob für beide Fahrzeuge gemeinsam ein durchschnittlicher Sachbezugswert herangezogen werden kann oder ob für jedes Fahrzeug ein gesonderter Sachbezug anzusetzen ist.

steve-a-johnson-_0iV9LmPDn0-unsplash
Keine Akzeptanz von KI im Beschwerdeverfahren

Künstliche Intelligenz (KI) hat mittlerweile Einzug in fast alle Lebensbereiche gehalten. Dass mittels KI erstellte Schriftsätze allerdings nicht immer fehlerfrei sind, zeigen zwei aktuelle Gerichtsentscheidungen, in denen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit mittels KI generierten Rechtsmitteln aufgrund erheblicher fachlicher Mängel unterblieb.

Krankenhaus
Voraussichtliche SV-Werte für 2027 veröffentlicht

Die Österreichische Gesundheitskasse hat jüngst die voraussichtlichen Sozialversicherungswerte für das Jahr 2027 veröffentlicht. Die Aufwertungszahl für das Jahr 2027 beträgt 1,046. Die Geringfügigkeitsgrenze wird für das Jahr 2027 neuerlich nicht aufgewertet und bleibt damit unverändert. Die tägliche Höchstbeitragsgrundlage wird hingegen zusätzlich zur regulären Valorisierung um € 5,00 pro Tag erhöht.

Mehr erfahren